Santa Run

Als in unserer Laufgruppe über die erstmalige Austragung des Santa Run diskutiert wurde, waren einige von uns schnell begeistert. So kam es, dass sich am Freitag, den 1. Dezember, eine Gruppe von 10 Läufern am Bahnhof Rothrist traf. Der Santa Run ist ein Lauf der anderen Art; Spass statt Anstrengung, Glühwein statt isotonische Getränke, Raclette statt Bananen und laufen im Chlausenkostüm, das im Startgeld inbegriffen war. Der Start und das Ziel ist auf dem Bundesplatz. Eine Runde hat 2,6 km und es ist jedem freigestellt, ob er oder sie eine zweite Runde laufen oder walken möchte. Einzig der Start der 2. Runde vor 21h und der Zielschluss um 22Uhr muss eingehalten werden. Punkt 19.30h ertönte der Startschuss und bevor wir uns unter die rot verkleideten, bärtigen und unbärtigen Läufer mischten, schauten wir dem Treiben erst mal zu. Der Santa Run war mit über 3000 Angemeldeten ausverchlaust. Wir nahmen es gemütlich, marschierten am ersten Verpflegungsposten vorbei (wir wurden vor dem Start vom Speaker darauf aufmerksam gemacht, nicht gleich beim ersten Glühweinposten zu rasten) nur um zu merken, dass der zweite Verpflegungsposten von Chläusen und Chläusinnen so ziemlich überrannt wurde. Mit etwas Taktik und Feingefühl hatten wir aber schon bald den Glühwein in der Hand und schauten entspannt dem Geschehen zu. Wir stellten fest, dass vereinzelte Teilnehmer schon auf der 2. Runde waren - es hat also auch beim Santa Run ehrgeizige Läufer. Auf dem Weg zum ersten Zieldurchlauf (eine 2. Runde ist doch Ehrensache), verabschiedeten sich vorübergehend zwei unserer Läufer - der Durst nach Hopfen machte sich bemerkbar. Wir machten ab, dass wir sie beim 2. Durchlauf auflesen und dann gemeinsam ins Ziel laufen. Auf der zweiten Runde konnten dann 2 Chläusinnen und ich dem Rufen einer Bar nicht widerstehen, und so machte sich der Rest unserer Gruppe ohne uns auf ins Ziel. Kurz vor Zielschluss aber begaben auch wir uns zum Bundesplatz und trafen dort auf die anderen 7 Zwerge - äh, Chläuse. Im Ziel erhielten wir einen Chlaussack und stillten anschliessend unseren Hunger mit einem feinen Raclette bei peppiger Musik von DJ Zsu Zsu. 

Es war ein spezieller Lauf, der meiner Ansicht nach nur in einer Gruppe interessant ist. Zeitweise fühlte ich mich in die (wirklich) jungen Jahre zurückversetzt, als ich noch zusammen mit tausenden von Fasnächtlern im Strassenkleid durch die Altstadt von Luzern lief und die ausgelassene Stimmung genoss.

 

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